Kühle Räume. Weniger Hürden.
Im Sommer kann die Hitze in den eigenen vier Wänden zur Last werden. Eine fest installierte Klimaanlage kann helfen. Doch ihr Einbau ist mit vielen Auflagen verbunden. Gerade bei bestehenden Häusern kann das teuer werden.
Ein Beispiel ist die Pflicht zu einem automatischen Sonnenschutz. Wer diesen nicht hat, muss unter Umständen zuerst nachrüsten. Dazu kommen weitere Vorgaben an das Gebäude. So kann vor dem Einbau einer Klimaanlage erst einmal ein grösserer Umbau nötig werden.
Das trifft Menschen, die wenig Geld für solche Arbeiten haben. Darunter sind auch ältere Personen, die schon lange in ihrem Haus oder ihrer Wohnung leben. Kühle Räume dürfen nicht davon abhängen, ob man sich eine teure Sanierung leisten kann.
Die Regierung hat bereits vorgeschlagen, einzelne Klimaanlagen künftig über ein Meldeverfahren zu ermöglichen. Die FDP begrüsst das. Doch einfachere Abläufe allein reichen nicht, wenn teure Bauauflagen bleiben.
Deshalb fordert unser Postulat «Weniger Vorschriften für fest installierte Klimaanlagen» eine weitere Prüfung: Kann die Pflicht zu automatischem Sonnenschutz wegfallen? Und lassen sich die baulichen Regeln für bestehende Häuser lockern? Das Ziel ist klar: Der Einbau soll einfacher und bezahlbarer werden.
Das kann auch beim Stromverbrauch sinnvoll sein. Wer keine feste Anlage einbauen kann, greift womöglich zu einem mobilen Gerät. Fest installierte Split-Anlagen können jedoch weniger Strom brauchen und leiser sein. Ihr Einbau sollte nicht an unnötig hohen Hürden scheitern.
Mit der Überweisung des Postulats ist ein erster Schritt geschafft. Die Regeln sind damit noch nicht geändert. Der Regierungsrat muss nun prüfen, wie sie gelockert werden können. Für Bericht und Antrag hat er zwei Jahre Zeit.
Wir bleiben dran. Für einfache Regeln, tiefere Hürden und kühle Räume.